Lederhosen-Größentabelle: Bundweite richtig messen

Für die Lederhosengröße zählt vor allem die tatsächlich gemessene Bundweite – nicht die Jeansgröße im Schrank. Leder gibt beim Tragen je nach Art und Verarbeitung etwas nach, doch wie viel, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Miss sauber, nutze die Herstellertabelle und prüfe den Sitz in Bewegung.

Bundweite richtig messen

  1. Miss an der Stelle, an der der Hosenbund später sitzen soll.
  2. Halte das Maßband waagerecht und körpernah, ohne es straffzuziehen.
  3. Trage dabei ein dünnes Oberteil oder Hemd, falls du es später einstecken möchtest.
  4. Vergleiche den gemessenen Umfang mit der Tabelle des konkreten Herstellers.

Alternativ misst du eine gut sitzende, nicht elastische Hose: Schließe sie, lege den Bund glatt und miss von Kante zu Kante. Verdopple diesen Wert. Diese Methode zeigt das Kleidungsmaß der vorhandenen Hose; die Größentabelle eines Shops kann dagegen Körpermaße nennen. Achte darauf, welche Variante angegeben ist.

Jeansgrößen sind nicht direkt übertragbar: Inch-Angaben, Bundhöhe und Stretchanteil führen schnell zu falschen Vergleichen. Nutze Zentimeter und die Produktangaben.

Lederhosen-Größentabelle zur Orientierung

Diese Bereiche dienen als Ausgangspunkt für deutsche Konfektionsgrößen. Hersteller können deutlich abweichen. Miss zusätzlich die Hüfte und – bei Kniebund- oder langen Modellen – Innenbeinlänge und Oberschenkel.

Größe Bund/Taille Hüfte
44 78–81 cm 94–97 cm
46 82–85 cm 98–101 cm
48 86–89 cm 102–105 cm
50 90–93 cm 106–109 cm
52 94–97 cm 110–113 cm
54 98–101 cm 114–117 cm
56 102–106 cm 118–121 cm
58 107–111 cm 122–125 cm
60 112–116 cm 126–129 cm

Wie eng soll eine Lederhose sitzen?

Eine neue Lederhose darf körpernah sitzen, soll aber normal schließen. Du musst dich hinsetzen, gehen und die Knie anheben können. Starke Querfalten, ein einschneidender Bund oder ein Verschluss unter dauerhafter Spannung sprechen gegen die Größe. Kaufe nicht absichtlich mehrere Zentimeter zu klein, nur weil Leder weicher wird.

Wie stark sich ein Modell anpasst, hängt von Lederart, Dicke, Fütterung, Verarbeitung und Nutzung ab. Manche Hersteller weisen bei ihrem Produkt ausdrücklich auf eine engere Größenwahl hin; diese Empfehlung gilt dann für dieses Modell, nicht für Lederhosen allgemein. Eine Schnürung am Bund kann kleine Veränderungen ausgleichen, ist aber kein Ersatz für eine passende Ausgangsgröße.

Kurz, Kniebund oder lang: weitere Maße

  • Kurze Lederhose: Sitzkante und Oberschenkelweite beim Hinsetzen prüfen.
  • Kniebundhose: Innenbeinlänge, Knieposition und Wadenabschluss vergleichen.
  • Lange Lederhose: Innenbeinlänge mit den geplanten Schuhen messen.
  • Hosenträger: Länge und Knopfposition kontrollieren; sie sollen tragen, nicht den Bund hochziehen.

Der Längen-Ratgeber zeigt, welche Form zu Anlass und Nutzung passt. Hinweise zur Verarbeitung stehen im Beitrag Lederarten und Qualität.

Anprobe in fünf Minuten

  1. Hose vollständig schließen und Bundlage prüfen.
  2. Hinsetzen und ein Knie anheben.
  3. Auf Spannung an Verschluss, Schritt und Oberschenkel achten.
  4. Hosenträger einstellen und prüfen, ob der Bund an seiner Position bleibt.
  5. Produktetikett, Reinigungsangaben und Rückgabebedingungen lesen.

Häufige Fragen

Weitet sich jede Lederhose?

Echtes Leder wird mit der Nutzung meist geschmeidiger und kann sich an belasteten Stellen anpassen. Das Ausmaß ist nicht verlässlich in Zentimetern vorhersagbar. Material- und Herstellerhinweise sind maßgeblich.

Was mache ich zwischen zwei Größen?

Probiere möglichst beide. Sitzt die kleinere nur mit starkem Zug, ist sie keine gute Wahl. Ist die größere am Bund klar zu weit, prüfe ein anderes Modell oder eine fachgerechte Änderung.

Gilt die Tabelle auch für Lederhosen für Damen?

Nein, Damenschnitte und Größenläufe unterscheiden sich. Dafür gibt es unseren eigenen Ratgeber Lederhose für Damen.

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